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Askja - Heršubreiš F88-F910

Öskjuleið Askja - Herðubreið F88 - F910

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Heute werden wir die Tour zur Askja in Angriff nehmen.
Wir machten uns auf den Weg zum Mývatn und absolvierten wie immer das gleiche Prozedere an der Tankstelle.
Noch einmal kurz in die Information.
Endlich! Ein Teil der Hochlandstraßen ist geöffnet..
Von der Tankstelle in Reykjahlid bis zum Abzweig zur F88 sind es 47 km.



Sichtbares Zeichen, wo sich der Abzweig befindet, ist der Hrossaborg.
Ein 10.000 Jahre alter Krater, der sich unmittelbar an der
Ringstraße befindet.



Wir haben vorhin vollgetankt!



Das kleine Schild weist noch einmal darauf hin, die Piste nicht zu verlassen.
Daran sollte sich jeder halten, denn quer über das Lavafeld führende Spuren, die wir des Öfteren gesehen haben, zerstören nicht nur die sensible Struktur der Oberfläche, sie hinterlassen auch Reifenspuren, die wahrscheinlich noch lange Zeit zu sehen sind.
Außerdem kann es mächtig teuer werden.



Die Piste ist gut geschoben.
Staubig ist sie und die ersten Kilometer ohne Probleme zu befahren.
Kein Stein, dem man ausweichen muss.



Der Blick geht noch einmal kurz zurück.
Sieht so aus, als wurde extra ein Radweg angelegt. :)



Wir sind ganz allein und spüren so langsam den Reiz des Hochlandes.



Es ist staubig und sobald wir die Grashügel umfahren haben, beginnt die Wüste.
Im Hintergrund fegt Asche über die Fläche.



Die Königin der Berge - die Herðubreið kommt in Sicht.



In der Ferne immer wieder zu beobachten, wie der Wind die Asche aufwirbelt.



Wir halten mal kurz an.
Komisch, wo wir uns gerade befinden ist es still - sehr still.
Kein Windgeheule, kein Vogel - rein gar nichts!



Nach 15 km fährt man an einem kleinen See vorbei.
Sieht so aus, als ob es ein Schmelzwassersee ist.



Die Herðubreið kommt immer deutlicher näher.
Es ist ein Wetterspiel heute. Mal zeigt sie die Spitze, dann wieder nicht.

Europas größte Wüste - geprägt durch Vulkanismus. Hier kann man Stille hören. Unendliche Schotterpisten, Furten und viel Staub -und dennoch ein herrliches Spiel mit dem Licht.



Obwohl auf der Piste noch nicht so viel Autos gefahren sein können,
zeigen sich die "Wellbleche" jetzt schon.



Wir befinden uns jetzt bei km 21.
Ab und zu trifft ein Sonnenstrahl die Berge und man kann ein wenig das Farbenspiel erkennen.



Die Piste wird holpriger und kurvenreicher.
Wir fahren nicht mehr in loser Asche, sondern auf erstarrter Lava.



Aber nicht lange und das Bild hat sich wieder geändert.
Heller Bimsstein prägt die Landschaft.




So karg dieser Abschnitt auch sein mag - Motive gibt es mehr als genug.



Wir sind erst 23 km auf Hochlandpisten gefahren und haben für diese Strecke 1 Stunde gebraucht.
Wer also nicht durch das Hochland durchpeitschen möchte, sondern die vielen Stops mit einrechnet, kann das als
Durchschnittsgeschwindigkeit annehmen.




Nach 43 km erblicken wir nach einem Anstieg den Jökulsá á Fjöllum.



Eine etwas engere Passage und schon pfeift der Wind kräftig.



Nach 37 km haben wir die Furt an der Grafarlandaa erreicht.







Ein sehr idyllisches Plätzchen mit kleinem Wasserfall.





Für unerfahrene Fahrer gibt es an der Furt noch Hinweise, wie der Fluss optimal zu durchfahren ist.


Nach der Furt kommt ein kleiner Anstieg.
Oben angekommen, zeigt sich die Herðubreið wieder in voller Größe.



Es wird wieder flach. Sehr flach.






Aber genau hier finden sich herrliche Kontraste.
Wir könnten schon wieder stoppen und nur still schauen.
Vor uns die mächtige Herðubreið und rings herum diese graue Wüste mit ihren interessanten Formationen.





Bei Kilometer 95 ändert sich die Pistenbeschaffenheit radikal.
Hatten wir eben noch flache und glattgeschobene Strecke, beginnt hier die Durchfahrung eines Lavafeldes.



Das Auf und Ab geht über 2 km und ist eine ziemliche Zirkelei.
Die engen und steilen Kurven lassen sich nur ganz langsam durchfahren.
Hinweis: Das Foto ist an einem anderen Tag entstanden.



Linker Hand zu sehen:
Hier hat die Jökulsá á Fjöllumein ein riesieges Schwemmgebiet gebildet.



Hat man es geschafft, kommt die Furt durch die Lindaá in Sicht.



Blick von der Gegenseite.
Wir befinden uns bei Kilometer 53.



Weiter geht es auf einer Ascheebene in Richtung Hütte.



Kurze Zeit später kommt sie schon ins Sichtfeld.



Nach 58 km haben wir Herðubreiðarlindir erreicht.
Das GPS zeigt eine Höhe von 378 m an.



Eine kleine Furt gilt es noch zu durchfahren.
Hier von der Gegenseite aufgenommen.



Rechter Hand befindet sich der Zeltplatz.
Viel ist noch nicht los.



An der Ranger-Hütte gab es auch keine Neuigkeiten zu entdecken.
Außer dem lustigen Wegweiser.



Aber was ist mit der Herðubreið?
Lt. Karte soll er nur 3 km Luftlinie von uns entfernt sein.
Er ist noch da, aber leider nur die "Hälfte"
Die andere Hälfte hat sich in Wolken gehüllt.



Weiter geht es in Richtung Askja.
Hinter der Hütte geht es einen kleinen Anstieg nach oben.
Wir befinden uns wieder auf einem Lavafeld


Dann wieder ein Lichtblick!
Die Herðubreið ohne Wolken.





Nach dem Lavafeld trifft die F88 wieder
auf den
Jökulsá á Fjöllum.



Wie befinden uns immer noch im Ausläufer des Lavastroms.
Erneut taucht heller Bimsstein auf.





Ca. 6 Kilometer nach der Hütte befinden wir uns wieder in einer Wüste.
Eine Aschewüste, die mehr und mehr immer heller wird.





Ständig bleibt man im Sichtfeld der Herðubreið, der sich noch immer mit Wolken umgibt.



Nach 11 km, führt die F88 in einem weiten Bogen auf den Herðubreiðartögl zu.
Einem Höhenzug unmittelbar neben der Herðubreið.



Wir befinden uns jetzt inmitten einer gewaltigen Bimssteinwüste.
Vor uns der Herðubreiðartögl und rechts ...



... die Herðubreið



Ein magischer Ort!
Jetzt reißt auch noch die Wolkendecke auf und alles steht in einem merkwürdigen Licht.



Wir bleiben wir erst einmal eine Weile.
Diese Ort ist viel zu interessant, als ihn so einfach links liegen zu lassen.
Die ganze Zeit habe ich auch das Gefühl beobachtet zu werden.
Sieht das nicht so aus, als beobachtet uns ein grimmiges Tier?
Hier geht ein wenig die Phantasie mit mir durch.



Bestimmt! Oder doch nicht?



Egal, ich muss doch mal das Stativ aufbauen.



So werde ich die Herðubreið nicht mehr so schnell ins Bild bekommen.











Damit man mal sieht, wie groß unser "böses" Tier ist, kommt der Bus gerade recht.



Anschließend kämpft sich ein einsamer Radfahrer durch die Bimssteinwüste.



Wir ziehen den Hut, denn auf dem Untergrund ist es überhaupt nicht leicht, voran zu kommen.



Bimsstein ist so leicht, dass er auf dem Wasser schwimmt.
"Bims entsteht durch gasreiche vulkanische Eruptionen, bei denen die Lava durch Wasserdampf und Kohlendioxid aufgeschäumt wird."
So steht es bei
Wikipedia geschrieben.
Dieses Gestein kommt vom letzten Ausbruch des Viti-Kraters der Askja aus dem Jahr 1875.
Also, man kann sich schon vorstellen, warum die NASA genau diesen Bereich ausgewählt haben, als sie für ihre Mondmission trainiert haben.



Es geht weiter.
Die F88 führt bis an den Fuß des Herðubreiðartöglheran undwendet sich dann wieder nach Süden.
Wir fahren an der Flanke des Berges entlang.



Auf der linken Seite erstreckt sich weiterhin die Bimssteinebene.



Wie hat das der Fahrradfahrer nur geschafft?



Gut zu wissen, dass sie da sind!



24 Kilometer von der Hütte am Herðubreið entfernt, treffen wir auf die F910.



In die andere Richtung verläuft die F910 wieder nach Norden, bis nach Brú oder über die F905 zurück auf die Ringstraße.
Diese Strecke werden wir auf dem Rückweg nehmen.



Der Bimsstein bleibt uns erhalten.
Immer wieder ragen skurile Lavabrocken aus der Ebene hervor.



Die nächsten 10 km ändert sich das Bild kaum.
Leider verschlechtert sich auch das Wetter wieder.



Ein wenig auffälliger hingegen ist dieser rötliche Schlackeberg.



Nach genau gefahrenen 109 km sehen wir die Dreki Hütten!





Uns fallen gleich die Sperrschilder auf.
Das ist die F910, die weiter südlich auf die F26 trifft.
Hier ist also bis auf weiteres kein Weiterkommen erlaubt.



Es ist kalt hier oben. Der Zeltplatz ist auch sehr spärlich belegt.
Im Hintergrund befindet sich die Drekagil (Drachenschlucht).



Die karge Landschaft wir auch hier durch herrliche Aschekegel aufgelockert.



Es geht weiter, denn bis zum Krater der Askja ist es noch ein Stück.



Wir fahren einen kleinen Anstieg, um uns danach mitten im Winter zu befinden.






Der Parkplatz war erreicht! Dachten wir, aber das war einTrugschluss.
Durch den Schnee war der eigentliche Parkplatz noch nicht erreichbar.
Wir mussten also ab hier laufen.



Es war echt kein vernünftiges Gehen möglich.
Der Schnee war sehr weich, so dass man immer wieder knietief einsackte und ständig wegrutschte.

Dazu noch diese kalte Luft.



Die Asche vom Grímsvötn hat die Umgebung geprägt.



Ohne Worte.




Ein Blick zurück.


Ab hier muss man einen kleinen Anstieg überwinden.
Wir stehen oben und blicken uns noch einmal um.
Vor uns das Lavafeld Vikrahraun und die Herðubreið im Hintergrund.



Viel Schnee noch überall.



Wir drehen uns um 180 °.
Der Weg führt wieder abwärts.
Im Hintergrund ist der Oeskjuvatn zu sehen.
Der Askja Krater befindet sich links von uns und ist von hier aus nicht sichtbar.



Wir folgen der Schneespur.



Auf der rechten Seite erstreckt sich eine Ebene, die in ein fremdes Licht gehüllt ist.



Der Blick zurück zeigt den Weg.
Er führt zwischen den beiden Bergspitzen hindurch.


Den Viti Krater schon in Sichtweite, laufen wir noch bis zu zu einer kleinen "Insel" aus Asche. Dann kehrten wir um.
Die Schuhe meiner Frau haben leider nicht das gehalten, was sie eigentlich sollten.
Unter diesen Umständen mussten wir leider den Rückweg antreten.





Wieder beim Parkplatz angekommen, kam uns eine Busladung Wanderer entgegen.
Einige von ihnen wußten nicht so recht, was auf sie zukam.



Der Rest hat sich bequem bis an den Kraterrand transportieren lassen.



Während der Rückfahrt zur Hütte, zeigte sich die Herðubreið noch einmal in voller Breite.


In einem weiten Bogen fahren wir wieder zum Zeltplatz.



Nach einem kurzen technischem Halt, verlassen wir die Dreki Hütten.



Entlang der Strecke gibt es diese kleineren Krater zu bewundern.



Wir fahren die F910 wieder zurück bis zur Kreuzung F88.


Jetzt biegen wir rechts ab und folgen der F910 weiter nach Südosten.


Standort

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Ab hier beginnt der Vikursandur.



Hier wurde noch vor kurzem geschoben.



Unser Auto schlingert auf dem Bimsstein ein wenig.



Wind, Wasser und Schnee haben diese bizarren Formationen geschaffen.





Als wir gerade am Miðfell vorbeifahren, kommt uns ein LKW entgegen.
Die Strecke wird aktuell ausgebessert.
Nur mit dem Ausweichen ist das so eine Sache.



Das ist übrigens der 737 m hohe Miðfell.



Wir fahren die F910 ca. 7 km, als wir auf Höhe des Uptyppingar, einem 1084 m hohen Vulkan, zuhalten.
Wir sehen auch, dass mancher Vulkankegel als Baustofflieferant herhalten muss.



Man ist stark bemüht, die Spuren des Winters zu beseitigen.
Die schlimmsten Passagen werden aufgefüllt und müssen nun festgefahren werden.



Am Berg Upptyppingar vorbei, haben wir wieder freie Sicht nach Norden.



Wir befinden uns nun hier.

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Nach ziemlich genau 10 km Fahrstrecke erreichen wir erneut den Jökulsá á Fjöllum, der an dieser Stelle über eine Brücke zu überfahren ist.



Auch hier bitte darauf achten, dass das Gatter immer nach der Durchfahrt wieder geschlossen wird!



Furten absolut ausgeschlossen.



Hinter der Brücke steht dieses Schild.
Welche Gegend hier aufgeführt ist, wissen wir nicht genau.



Als hätte man das Bühnenbild gewechselt.
Hinter der Brücke beginnt wieder ein neuer Abschnitt der Aschewüste.
War die Gegend eben noch durch den Bimsstein braun-gelb gefärbt, bietet sich jetzt ein braun-graues Bild.

Rechts im Hintergrund ist der Vatnajökull erkennbar.



Keine 3 km hinter der Brücke, erreicht man den Abzweig der F902 nach Kverkfjöll


Wir durchfahren jetzt die Aschewüste Krepputunga.
Wir bleiben dabei, die F910 ist eine der schönsten Hochlandstrecken in Island.



Uns begeistern auch diese kleinen Wüstenoasen.



Wir blicken schon einmal nach Norden.
Dahin wird die F910 uns führen.



Knappe 2,5 km hinter dem Abzweig der F902 erreicht man die nächste Abzweigung.



Die F910 biegt hier links weg.
Aber die anderen Wegweiser verwirren ein wenig.
Eigentlich müßte lt. Karte hier die F903 beginnen.
Ausgeschildert ist aber die F902, die wir vor kurzem aber schon passiert haben.
Egal, das müssen wir später einmal erkunden.
Unser Weg führt weiter nach Norden.



Die Piste verläuft jetzt zwischen der Jökulsá á Fjöllum im Westen und der Kreppa im Osten.
Dabei durchquert man immer wieder Ausläufer von Lavafeldern.



Links von uns taucht sie wieder auf - die Herðubreið.



Und wieder ist er da, der Bimsstein und färbt die Landschaft leicht gelblich.



18 Kilometer führt uns die F910 durch eine herrliche Vulkanlandschaft, bis die Brücke über die Kreppa erreicht ist.





Wir überqueren die Kreppa, die nicht weit von hier in den Jökulsá á Fjöllummündet.



Immer wieder sehen wir Messgeräte stehen.
Sie erinnern uns daran, dass auch Askja überfällig ist.



Es folgen viele lange gerade Streckenabschnitte.



Wir passieren den Abzweig nach Brúardalir.
Diese Strecke führt in Richtung Kárahnjúkar-Staudamm.



Das rote Kreuz kennzeichnet unseren Standort.

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Seit langem entdecken wir mal wieder Trollbrot!



Unmittelbar danach ist ein Fluss zu furten, der aber heute keine besonderen Anforderungen an unseren Landcruiser stellt.
Es ist ein Zulauf vom Alftadalur, der in den Fluss Arnardalsá, ca. 2 km nördwestlich von hier, mündet.



Nur 2,5 km weiter, müssen wir erneut furten.
Es handelt sich um den Fluss Þrihyrningsa.
Hier sollte man schon mal vorher nachsehen, wie sich der Fluss so verhällt. Diese Furt ist wesentlich tiefer, als die vorhergehende.



Nun geht es wieder auf der Piste Richtung Norden.



Nach 5 km trifft die F910 auf die F905.
Hier verlassen wir die F910, die rechts nach nach Brú führt und fahren weiter auf der F905 Richtung Möðrudalur.
Die Tour nach/von Brú findet man hier:
Klick



Die Stelle ist gekennzeichnet.

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Auf weicher Asche fahren wir durch eine grandiose Landschaft.







Nach 20 km erreicht man die Straße 901.



Die Schilder belegen es eindeutig!



Bei Einfahrt zu den Hochlandstraßen, warnen oftmals diese Schilder vor dem Verlassen der Pisten.



Der Blick geht noch einmal zurück.



Bis nach Möðrudalur sind es nur 3 Kilometer.



Der kleine Ort ist der höchstgelegene Bauernhof in Island.
Hier gibt es eine Tankstelle, deren Zapfsäulen hinter Türen versteckt oder besser gesagt, geschützt sind und ein Kaffee. Hier halten gerne die Reise - und Hochlandbusse, sowie die Guiding-Touren.
Daher ist dieser Ort meistens gut besucht.



Wir aber fahren weiter und biegen kurz danach wieder auf die die Ringstraße ein.
Nach 267 Kilometer sind wir wieder am Mývatn angekommen.
Eine empfehlenswerte Tour!
Wir haben uns Zeit gelassen und für diese Strecke fast 10 Stunden gebraucht.