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Húsafell-Hallmundahraun

Diese Strecke führt uns von Húsafell in den Norden des westlichen Hochlandes.
Auf der Straße 578, die später zur F578 wird, wollten wir an der Westseite des Langjökull, bis nach Hveravellir fahren.
Es ist der 19. Juli 2013 und leider machten uns die vielen Regenfälle einen Strich durch die Rechnung.
Wir erkundigen uns vor Antritt der Fahrt im Informationscenter und nach einigen Telefonaten des dortigen Mitarbeiters stand fest, dass die Durchfahrt durch den Norðlingafljót mit unserem Land Cruiser nicht zu empfehlen sei.
Diesen Hinweis nehmen wir ernst, aber dann wollen wenigstens die Strecke bis zur Furt erkunden.




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Das Wetter sieht heute zumindest nicht ganz schlecht aus.
Der große Regen soll wohl ausbleiben.
Wir machen uns auf den Weg und fahren auf der Straße 518 durch den kleinen Birkenwald nach Norden.



Ein paar Minuten durch den Birkenwald und wir stehen vor dem Abzweig zur Kaldidalur Piste.



Wir fahren links auf die 523.



Über eine Brücke überqueren wir die Hvítá und betrachten skeptisch die Wassermassen, die vom Gletscher kommen.



Gleich hinter der Brücke biegt die Straße rechts weg und führt uns im großen Bogen am Berg Tunga entlang.



Am Ende des Bogens kommt der Hof Kalmanstunga in Sicht.
Im Hintergrund der Vulkankegel Strútur.



Nachdem wir den Hof passiert haben, steigt die Strecke in einem Bogen an.



Oben angekommen, teilt sich die Strecke.



Bis zu den Lava-Höhlen ist die Strecke auch ohne Allradfahrzeuge befahrbar.
Bis dahin ist es keine F-Straße.



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Die Piste ist gut bearbeitet und nicht schwer befahrbar.



Die 578 führt an der norwestlichen Seite des Strútur entlang und trifft nach 2 km auf den Lachsfluss Norðlingafljót.





Am Hang finden wir Unmengen an Gestein, das durch den Frost gespalten wurde.



Wir sind jetzt ca. 6 km auf der Strecke gefahren. Der Strútur ist noch immer unser Begleiter.
Auf der linken Seite hinterlassen die schnelltreibenden Wolken ein schönes Lichtspiel auf den kleinen Berg Kleppar.



Wir durchqueren jetzt die Kleppahraun.





Am Ende des Strútur knickt die Straße nach Norden weg.



Kurz danach teilt sich die Piste.
Wir haben das Lavahöhlen-Gebiet der
Hallmundarhraun erreicht.



Hier gelangt man zur Surtshellir.



Die Zufahrt ist nicht lang.



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An einigen Schautafeln kann man sich über die Lage und den Streckenverlauf der Höhlen erkundigen.



Und das auch auf Deutsch.



Man erreicht den Höhleneingang über einen markierten Weg.
Interessant sind die Stricklaven über die man läuft.



Bis zur Höhle sind es nur weniger Meter.




Der linke Eingang.



Es folgt ein kleiner Abstieg über einige Gesteinsstufen.





Sofort weht einem ein kalter Hauch entgegen.



Wir haben die Höhle nicht weiter betreten, da wir sowieso keine Lampe dabei hatten und gehen zurück zum Auto..



Es geht zurück auf die Straße 578.



Wir brauchen gar nicht weit zu fahren und wir sehen schon den Hinweis zur Surtshellir und Beinahellir.



Auch der Eingang zur Stefánshellir befindet sich hier.





Auch hier geht es über erstarrte Lava zu den Höhlen.



Auf den Weg zur Höhle gibt es schon einige interessante Details zu sehen.



Die Wege sind markiert und führen vorwiegend über Lavaplatten.



Man kann von weitem schon eine aufgebrochene Basaltformation erkennen.
Hier befindet sich auch der Eingang zur Höhle Surtshellir.



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Man kann sich gut vorrstellen, dass hier einmal Lava durch diesen Hohlraum geflossen ist.
Wir stehen jetzt auf einen eingestürzten Mittelteil.



Da wir auch hier nicht einsteigen, geht es zurück zum Auto.
Im Hintergrund der 1674 m hohe Eiríksjökull, der sich aus der Hallmundarhraun erhebt.



Ab hier beginnt auch die F578.
Die Schilder zeigen es an.



Weiter geht es durch die Hallmundarhraun.



Bei Kilometer 18 nähern wir uns dem
Norðlingafljót erneut an.



Hier gibt es eine Furt hinüber zu den Seen der Arnarvatnsheiði.





Wir biegen nicht ab und fahren weiter durch die grüne Lavafläche.





Es ist schon fast eine monotone Reise durch ein riesiges Lavafeld, unterbrochen durch kleine blinkende Wasserflächen.



Die Piste wurde vor kurzem noch mit einem Radlader abgezogen.
Jedenfallst sind die tiefen Löcher in den Senken ausgeglichen.



Links die Arnarvatnsheiði und rechts die Hallmundarhraun.



Dann schlängelt sie sich durch das Lavafeld und zeigt die typischen Lavaaufplatzungen.



... bis sie wieder wie eine Trennlinie die beiden Felder durchschneidet.



Rechts aufgetürmte Lava und links eine Heidelandschaft.



Wir erreichen erneut einen Abzweig.



Der Weg führt zu einem weiteren Angelsee.



In der Zwischenzeit ist der Eiríksjökull wieder unter Wolken verschwunden.



Nicht weit vom letzten Abzweig, führt die Piste an einen kleinen See vorbei.



Die Regenfälle der letzten Tage haben auch hier das Wasser übertreten und die Fahrspur überschwemmen lassen.





Unser Tagesziel wird angekündigt.





Wir haben die Furt durch die Norðlingafljót erreicht.



Sieht eigentlich ganz harmlos aus, aber wir nehmen die Warnung der Ranger ernst und fahren nicht durch.
Zumal weit und breit kein Fahrzeug zu sehen ist, was uns hätte helfen können.


Wir haben uns auch deshalb dagegen entschieden, weil der Weg bis nach Hveravelir ungefähr
noch 4x so weit gewesen wäre wie die Strecke, die wir bis jetzt gefahren sind.
Bei dem regnerischen Wetter können wir nicht davon ausgehen, dass wir im Falle einer Umkehr,
den gleichen Wasserstand vorfinden. Vernunft geht vor!



Wir drehen wieder um und auf dem Rückweg entdecken wir noch unseren Troll.
Es ist der Hraunkarl. (Der Lavamann)
Schön die Augen aufhalten!!