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Mælifell F232 - F210

Bei traumhaften Wetter nehmen wir heute eine Route, die mit Sicherheit zu einer
der schönsten im Hochland gezählt werden darf.
Wir fahren über den Mælifellssandur F232, der F210 zur F261.
Diese Strecke ist der Fjallabaksvegur syðri.
Besonders gespannt sind wir auf den Berg Mælifell, der bei diesen Bedingungen
eigentlich besonders farbenprächtig zu sehen sein müsste.
Lassen wir uns überraschen!


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Start ist um 7:30 Uhr und das Thermometer zeigt 13°C.
Unsere erste Etappe ist die Abfahrt der Straße 209, die kurz vor Beginn des
Mýrdalssandur die Ringstraße nach Norwesten verlässt.
Nach 5 km der erste Abzweig.
Die 206/F206 führt zu den Laki-Kratern.
Wir bleiben auf der 1.



Weiter geht es durch die unendlich scheinende, grün bemooste Fläche
der Nýja Elðraun, die sich über eine Fläche von 565 Quadratkilometer erstreckt.
Verantwortlich dafür war der Ausbruch der Laki-Krater von 1783.
Im Hintergrund sehen wir die Ausläufer von Katla.



Nach 22 km kommt der Abzweig zur F208.
Sie führt direkt nach Landmannalaugar.

Diese Strecke werden wir in einer anderen Tour besprechen.



Knappe 10 km später erreichen wir den Abzweig der Straße 209.



Die 209 ist eine Schotterpiste und führt uns ein Stück nach Nordwesten.



Nach ca. 5 km sehen wir den Abzweig der F232.
Die 209 führt weiter norwärts und mündet anschließen auf der Straße 208 nach Landmannalaugar.
Eine halbe Stunde haben wir bis hierher gebraucht.
Es ist 8:00 Uhr



Ab hier beginnt die Öldufellsleið, die den Mýrdalsjökull nördlich umrundet.
Unmissverständlich wird klar gemacht, diese Strecke ist nichts für normale PKW`s.
Auch PKW´s mit Allradantrieb sollten gut überlegen, ob sie den Mýrdalssandur
durchqueren wollen. Bei zu wenig Bodenfreiheit kann die Reise schnell zu Ende sein.
Besonders, wenn es zuvor viel geregnet hat.
Wir haben 70 cm Bodenfreiheit - das sollte genügen.



Wer es nicht glaubt, der sollte sich unbedingt den Hinweis auf dem Schild durchlesen.
Hier steht es noch einmal schwarz auf weiß.



Was jetzt folgt ist viel mehr als eine Rüttelpiste!
Obwohl die Strecke noch nicht ausgefahren ist, müssen wir viele Schlaglöcher umfahren.
Nach ca. 1,5 km taucht eine Brücke auf.





Wir überqueren die Leirá, und wir sind froh, hier keine Furt zu haben.


Das Panorama ist schon jetzt beeindruckend.



Nun folgt die Piste ein Stück der Leirá durch ein großes bemoostes Schotterfeld.



Links im Vordergrund der Rjúpnafell und dahinter schon der Sandfell mit dem Sandfelssjökull.



Immer näher kommen wir dem Mýrdalsjökull.



Zwischendurch gibt es auch kurze Abschnitte, bei denen der Rüttelfaktor nicht so hoch ist.



Vor uns liegt der Sandfellsjökull.



Immer wieder werden wir mit solchen Ausblicken belohnt.



Ständig wechselnde Pistenverhältnisse.



Diese Hinweisschilder sind eine gute Orientierung.



Noch immer verläuft das Flussbett der Leirá nebenan.



Ab und zu gibt es diese kleineren Wasserlöcher, die wir durchfahren müssen.
Es hatte ja auch sehr viel in der letzten Zeit im Hochland geregnet.





Wir sehen auf die andere Seite und erkennen Frostringe im Boden.



Der festgefahrene Boden lässt sich relativ gut befahren.



Vor uns der Sandfellsjökull.



Links von uns zeigt sich jetzt der Sandfell in voller Größe.



Wir blicken über die Ebene und erkennen schon im Hintergrund den farbenprächtigen Öldufell.



Wir nähern uns erneut einem Fluss.



Die Brücke führt über die Jökulkvísl.




Der Fluss führt reichlich Wasser.
Das lässt Rückschlüsse auf die kommenden Furten zu.



Weiter geht es durch ein grünes Meer ...




Der Weg wendet sich jetzt nach Norden und wir entfernen uns vom Gletscher.



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Kurz danach gibt es erneut eine Brücke.



Wir überqueren die Bláfellsá.





Ein kleiner Seitenarm ist so zu durchfahren.



Es folgt ein kurzer Anstieg.
Wir bekommen einen schönen Überblick in ein Flusstal.
Der
Holmsárfoss kann nicht mehr weit weg sein.



Unten angekommen, macht die Pist wieder einen Knick nach Westen.
Der
Öldufell ist wieder vor uns.



Noch ein paar Meter und wir sind am Holmsárfoss angekommen.


Es sind die Wassermassen der Holmsá, die hier entlang fließen.
Auch hier können wir erahnen, wie tief die Furt sein muss.
Aber dazu später mehr.
Nur ein paar Meter weiter wartet wieder eine kleinere Furt auf uns.



Immer wieder passieren wir solche Wasserläufe.
Ich habe sie nicht mehr mitgezählt.



Wir fahren jetzt wieder durch eine sanfte hügelige Landschaft.
Die Farben Braun, Grau und Grün dominieren.



Die Besachaffenheit der Piste ändert sich ständig.
War es eben noch steinig, haben wir jetzt wieder Asche unter den Rädern.



Wir erklimmen diesen Hang und blicken oben wieder links auf den Öldufellsjökull,
dem wir inzwischen wieder ganz nah gekommen sind.



Vor uns rückt der Öldufell immer näher.



In dieser Gegend entdeckt man ständig interssante Stellen, die noch richtig unberührt sind.



Man sollte öfters mal anhalten und aussteigen, um das alles auf sich wirken zu lassen.



Nach 29 km auf der F232 stehen wir dann vor dem nicht minder beeindruckenden 818 m hohen Öldufell.



Den Standort kennzeichnet das grüne Kreuz.

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Wir stehen etwas erhöht und unter uns fließt die Ytri-Bláfjallsa.



Das Wetter spielt mit und sobald ein Sonnenstrahl auf die moosbewachsenen
Hänge fällt, beginnt das Grün richtig zu leuchten.



Ein paar Meter weiter treffen wir auf eine Flussquerung.
Sie war in unserer Karte nicht verzeichnet.
Hier muss die Bláfjallakvísl durchfahren werden.



Viel Geröll im Flussbett.
Keine große Sache heute.



Die Fahrt geht weiter.
Unmittelbar am Fuß des Ölgufells, ist die Strecke noch mit viel Moos umgeben.



Auf der rechten Seite sehen wir die Berge der Sudur-Kerlingarhnúkar.
Sobald man das Flussgebiet verlässt, verändert sich die Landschaft wieder.
Wir fahren nun wieder auf dunkler Asche und Schlacke und werfen noch
einen Blick zurück auf den Öldufell.



Am Horizont taucht schon der nächste grüne Berg auf - der Mælifell.
Unser Zwischenziel ist also nicht mehr weit.



Auf der rechten Seite sehen wir noch Ausläufer des Sudur-Kerlingahnukur.



Wo sich Wasser befindet, dort sind auch kleine Oasen in der dunklen Asche.



Ruhig und ohne großes Rütteln gleitet das Auto durch diese Fläche.
Den Mælifell immer im Blick. Und wenn es nur die Spitze ist.



Die F232 führt uns inzwischen direkt nach Norden.
Der Abzweig auf die F210 kann nicht mehr weit sein.



Gegen 9:00 Uhr taucht die Abzweigung vor uns auf.



Fast 2 Stunden sind seit der Auffahrt auf die F232 vergangen.
Die Strecke bis hierher beträgt etwas mehr als 35 km.
Hier trifft die F232 auf die F210.
Fährt man die F210 Richtung Norden weiter, kann man entweder wieder
zurück zur Ringstraße, oder man fährt die F233 weiter nach Norden,
bis sie auf die F208 Richtung Landmannalaugar trifft.
Allerdings muss man aber die Hólmsá furten, was oft sehr gefählich sein kann!
Wir nehmen den Weg zum Mælifellsandur.



Der erste Kilometer führt uns noch nach Nordwesten.



Diese Farbtupfer in der Landschaft sind immer wieder schön anzusehen.



Dann knickt die Piste nach Süden weg.
Die Spannung steigt, wie der Mælifellsandur sich zeigen wird?
Wieviel Wasser wird in der Fahrspur sein?



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Wir fahren den Bogen und dann steht er vor uns - der Mælifell.

Mælifellsandur



Wir fahren noch etwas vor, um genauer zu sehen, wie durchnässt der Sandur wirklich ist.
Es hatte in den letzten Tagen viel geregnet, aber wie es aussieht, kann man die Strecke befahren.



Irgendwo haben wir einmal gelesen: "... bloß nicht im Wasser stehen bleiben!"
Weit und breit ist kein Fahrzeug zu sehen, jedoch verraten die Spuren,
dass vor kurzem jemand diesen Weg gefahren ist.
Da wir kein Auto im Sandur sehen können, muss er also durchgekommen sein.
Ich steige aus und prüfe erst einmal, wie sich der Untergrund so anfühlt.



Ich habe ein gutes Gefühl.
Also peilen wir die gelben Stangen an, halten uns rechts von ihnen und fahren los.

Brennivínskvísl



Wir fahren nicht zu schnell aber gleichmäßig.
In den Wasserläufen der
Brennivínskvísl schlingert unser Auto schon ab und zu.
Nur nicht stehen bleiben!
Es klappt und jetzt stehen wir vor unserem Berg.



Da steht er nun im strahlendem Licht und in seiner vollen Größe.

Mælifell



Hier die Karte zur besseren Orientierung.

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Selbst aus der Luft ist der Berg gut zu erkennen.



Es gibt unzählig viele grüne, mit Moos bewachsene Berge, aber der 791 m hohe Mælifell ist in
seiner Form in Verbindung mit der schwarzen Lava und der Gletschernähe, schon eine
besondere Erscheinung.
Auf dem Gipfel findet man ein Felstor.



Wir befinden uns mitten in der Schwemmsandebene.
Im Hintergrund die Ausläufer des Mýrdalsjökull.



Wir sind am Mælifell vorbei.
Erst einmal haben wir keinen schlammigen Untergrund mehr.



Nach ca. 500 m zeigt ein Schild an, dass hier zu furten ist.



Es ist erneut einige Nebenarme der Brennivínskvísl.
Die Durchfahrt bereitet aber heute keiner Schwierigkeiten.





Auf der linken Seite bietet sich immer wieder ein schönes Panorama zum Mýrdalsjökull.



Auf der anderen Seite dominieren eher wärmere Farben.



Selbst Mitte Juli gibt es noch alte Schneefelder.



Die Strecke wird jetzt etwas hügeliger.
Am Horizont erkennen wir das Eis vom Tindfallajökull.



An jedem Wasserlauf gibt es farbenprächtige Vegitation.







Ca. 2 km hinter der letzten Furt, kommt diese Wasserdurchfahrt.



Nicht sehr tief, aber ein paar größere Steine finden die Räder schon.



Der Blick zurück.


Einmal mehr halten wir an, um uns umzusehen.



Nach ca. 12 km auf der F210, beginnt erneut eine größes Lavagebiet.



Ein versteinerter Troll.



Auf der linken Seite befindet sich dieser interessante Hügel, der mit seiner Rotfärbung sehr auffällig ist.



Mal gibt es steinige Passagen, dann wieder Asche.
Im Hintergrund zeichnet sich deutlich der Tinfallajökull ab.


Immer schön in der vorgegebenen Spur bleiben!





Schauen wir nach Norden, sehen wir im Hintergrund die Rhyolithberge des Torfajökull.



Die Berge zeigen es an, dass wir den Mælifellssandur fast durchfahren haben.



So langsam wird es auch Zeit für eine Pause.
Wir finden an der
Kaldaklofskvísl einen passenden Platz.
Es ist jetzt genau 11:00 Uhr.



Wir stellen uns auf ein paar größere Lavaplatten auf denen merkwürdige, metallische Dreiecke aufgebaut sind.





Was so aussieht, als würde man damit Regenwaser auffangen wollen, ist in Wahrheit ein Radarreflektor der ESA.



Wir blicken zu dem zweiten Reflektor und erkennen in der Ferne Autos und viele Menschen.
Das müssen schon Wanderer sein, die den Laugavegur gehen.
Die Autos können von Norden die F210 über den
Álftavatn, oder vom Süden die F261 gefahren sein.



Wir genießen erst einmal noch die Einsamkeit.




Wir fahren weiter und nach ca. 1 km erreichen wir den Abzweig zur F261.



Die Zivilisation hat uns wieder!
Hier begegnen sich die vom Süden kommende
Emstruleið (F261) mit
der Fjallabaksleið (F210) und dem Laugavegur.



Wer mit dem Auto weiter nach Norden die F210 fahren möchte, der muss hier die Kaldaklofskvísl furten.





Furt Kaldaklofskvísl F210


Für die Wanderer wurde diese Brücke gebaut.


Für die 21 km lange F232 haben wir incl. Ess- und Fotopausen, 1:45 min gebraucht.
Der Rückweg dauerte ohne Halt eine Stunde.