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Dettifoss - Jökulsá-Canyon

Stichwortverzeichnis:

Dettifoss - Jökulsá-Canyon - Hafragilsfoss

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Es gibt zwei Möglichkeiten zum Dettifoss zu fahren:
Die östliche Route auf der 864 oder die westliche Strecke, die F862.

Unser Allrad soll endlich mal was zu tun bekommen und daher entscheiden wir uns, die F-Straße zu nehmen.
Anfänglich hat man das Gefühl, auf einem Acker zu fahren. Nach und nach werden die Spurrillen immer tiefer und der Randbereich immer höher.
Was tun, wenn jetzt ein Entgegekommer auftaucht? Mit meinem Auto habe ich kaum eine Chance, aus der Spur zu fahren.
Hoch konzentriert und immer vorausschauend habe ich vergessen, diese Piste zu filmen. Nur ein Bild vom Anfang der Strecke habe ich noch.



So begann der Reisebericht vor 2 Jahren.
Heute ist von der ehemaligen F862 nur noch diese Einfahrt zu erkennen.



Es gibt eine neue Zufahrtsstraße zum Dettifos und die befindet sich ca. 8 km weiter östlich.

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Wahrscheinlich hat man nur das Schild versetzt, denn diese Straße hat mit einer F-Piste wahrlich gar nichts mehr zu tun!





Es ist jetzt eine Breite Straße und für alles Fahrzeuge befahrbar.
Dann der Abzweig zum Dettifoss - eine Landebahn.



Hier ein Bild vor dem Umbau.



Jetzt sieht sie so aus.



Parkplatz Nr.1 ist fertig.
Parkplatz Nr. 2 wird gerade gebaut.
Hier sieht man zu, dass Unmengen von Touristen "abgefertigt" werden können und sollen.



Um diese Zeit, es ist nach 21:00 Uhr, ist nicht mehr so viel los.



Der Weg teilt sich - einmal geht es direkt zum Dettifoss, ein anderer Pfad geht zum vorgelagerten Selfoss.



Wir entscheiden uns gleich für den Dettifoss.
Von weitem hört man ein leises Rauschen, was langsam aber sicher immer bedrohlicher wird.
Beeindruckend auch die Basaltformationen.



Das Rauschen des Wasserfalls ist jetzt deutlich zu hören, aber man sieht ihn noch nicht.



Dann stehen wir vor dem Abgrund.



Ein gigantisches Schauspiel!!
An den gegenüberstehenden Leuten kann man die Dimension dieses Falls erkennen.
Über 200 Kubikmeter Gletscherwasser stürzen hier pro Sekunde in die Tiefe.
Ich suche mir einen Platz, wo ich mein Stativ aufstellen kann und lege los.
Immer wieder muss ich mir einen anderen Standort suchen, denn die Gischt ist so groß, dass der Wind immer wieder den feinen Regen über das Aussichtsplateau ergießt.












Wir haben bestimmt 2 Stunden am Fall verbracht.
Ein paar hundert Meter die Stichstraße zurück und es kommt erneut eine kleine Zufahrt zu einem Stellplatz.



Wieder schnappen wir unsere Ausrüstung und gehen einige Meter den Hang nach unten.



Was sich jetzt dem Betrachter auftut, verschlägt einem erst einmal den Atem.
Man steht am Rand einer Schlucht - dem Jökulsá-Canyon
Ein Canyon, wie er schöner nicht sein kann!



Rechts sieht man den Hafragilsfoss. Er ist zwar mit seiner Fallhöhe von 27 m nicht so spektakulär wie der Dettifoss, jedoch hat er mindestens die gleiche Wassermenge zu transportieren.





Der 15 Kilometer lange und bis zu 120 m tiefe Jökulsá-Canyon, ist der größte in Island und übertrifft somit auch in der Breite von teilweise 500m, den Canyon am Kárahnjúkar-Staudamm.






Ca. 100 m tiefer vermischen sich das trübe Gletscherwasser mit klarerem Wasser aus anderen Zuflüssen und bildet
Sedimentablagerungen.



Näher betrachtet, kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen.
Wir entscheiden uns für das Abbild einer Katze.




Gegenüber hat das Wasser Basaltstrukturen freigelegt.



Da wir ganz allein sind, können wir alles in Ruhe auf uns wirken lassen.









Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, die Wasserfälle und den Canyon zu bewundern.
Dafür fährt man die östliche Strecke - die Straße 864.



Wir blicken nach Süden - Richtung Dettifoss.





Unsere gedachte Katze von der gegenüberliegenden Seite.



Der Blick geht nach Norden.





Fazit:
Der Ausbau der Straße zum Dettifoss ist eine weiterer Schritt, alle wichtigen Sehenswürdigkeiten ungehindert zugänglich zu machen und mit der notwendigen Infrastruktur zu versehen.
Wie es aussehen wird, zeigt das Beispiel vom Gullfoss mit seinen asphaltierten Zufahrten auf 2 Etagen und Souvenirläden.

Das sind aber auch gewaltige Eingriffe in diese grandiose Natur Islands.
Es hat den Anschein, als macht Island inzwischen alles, um immer mehr Touristen ins Land zu locken.