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Richtung Žórsmörk

Richtung Þórsmörk F210 - F261
(13.07.2011)

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Diese Tour beginnt am Abzweig der Straße 264 von der Ringstraße Richtung südliches Fjallabak.



Die ersten 12 Kilometer sind gut zu befahrende Straße.
Dann erreichen wir den Beginn der F210.

Im Hintergrund erhebt sich der 1164 m hohe Laufafell.



Wir fahren erst ein Stück nach links um dann einen 3 km langen Bogen nach rechts zu fahren.
Ab hier beginnt die F210 erst richtig.

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Wir sind jetzt auf der Fjallabaksleið syðri Richtung Landmannalaugar.
Vor uns baut sich der 555 m hohe Laufafell auf.



Zuerst ist die Piste wie ein guter befahrener Feldweg.



Die Landschaft geht jetzt in eine Aschewüste über, bei der sich braune Asche mit vielen grünen Flächen abwechselt.
Rechts sieht man den Tindfjallajökull.



Die Aufnahmen täuschen darüber hinweg, wie schlecht die Piste ist.
Teilweise kommen wir nur ganz langsam voran, weil große Steine und ein ziemlich welliger "Belag" uns laufend behindern.



Nach 2,3 km biegen wir nach Foss ein.
Wir wollen wissen, wohin dieser Weg führt.
Der Weg endet aber 3,5 km vor einem Bauernhof.
Hier hat der Eigentümer mal kurzer Hand den Weg mit einem Gitter gesperrt.
Da niemand zu sehen ist, drehen wir um.
Wieder auf der F210 fahren wir die sehr holprige Piste weiter.

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Das Wetter zeigt sich nicht von der besten Seite, aber zumindest
regnet es nicht. Ab und zu zeigen sich auch mal ein paar Wolkenlöcher.



Nach 13 km, wir haben den Hafrafell hinter uns gelassen, erreichen wir den Abzweig zur Hekla.



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Eine Stelle, an der es sich durchaus lohnt, mal einen Moment anzuhalten.



Wie immer an solchen Stellen steigen wir aus und lassen die ganze Umgebung mal in aller Ruhe auf uns wirken.



Das Licht verändert jeden Augenblick die Landschaft.



Wie sind ganz allein, stehen hier und sehen dem Licht- und Schattenspiel zu.



Die F208 steigt leicht an und verläuft dann weiter Richtung Westen.
Wir entscheiden uns, den Rückweg anzutreten und über das Tal der Markarfljót nach Þórsmörk zu fahren.
Die anstehenden Furten kennen wir nicht und allein wollen wir es nicht versuchen.
Wieder zurück am Anfang der F210, biegen wir jetzt links ab und folgen den Weg durch eine Art Ferienhausgebiet.

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Nach 2,8 Kilometer biegt die Piste nach Süden ab.
Hier befindet sich auch ein alter verfallener Bauernhof.

Ein paar Mauerreste lassen erahnen, wie lange das schon her ist, als hier noch reges Leben war.
Vor uns der Berg Þríhyrningur, der uns sein Gesicht zeigt.





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Weitere 2,5 km guter Piste, müssen wir das Flüßchen Fiska furten.
Ein bisschen Inselhüpfen ist angesagt.



Es sind verschiedene kleinere Flussarme, die aber allesamt nicht sehr tief sind.

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Also keine großen Ansprüche an unseren Landcruiser.



Das Wetter sieht über uns dramatisch aus, zeigt aber in Richtung Südküste Hoffnungsstreifen.



Nach weiteren 7 km leichte Fahrt und kurz bevor wir auf die 261 auffahren, sehen wir uns im tiefsten Harz angekommen.
Wer denkt, wir haben gemogelt, der irrt!
Wir sind noch auf Island!



Ein sehr seltenes Bild auf Island.

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Unten im Tal angekommen, fahren wir links weg auf die 261 und sehen Richtung Þórsmörk.



Eigentlich ein interessantes Wolkenspiel.
Das läßt auf auf einige schöne Lichtspiele hoffen.



Über dem Flusstal des Markarfljót fegt ein Aschesturm.



Ab hier, auf der Karte mit dem roten Kreuz gekennzeichnet, wird aus der 261, die F261.

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Knappe 300 m weiter, stehen wir auch schon vor einer Furt.



Bevor wir den Fluss durchfahren, steige ich erst einmal aus.
Leider kann ich bei diesen Lichtverhältnissen den Grund im Fluss nicht erkennen.
Dafür sehe ich die Wolken und die aufgewirbelte Asche über dem Tal.



Über Þórsmörk sieht es nicht viel besser aus.



Wir haben die Furt genommen und das ohne Probleme.
Auf alle Fälle sollte man immer die Grundregeln beachten.
Vielleicht der richtige Zeitpunkt, die Grundregel einer Flussdurchfahrung mal zu erläutern.
Diese Skizze habe ich von einem isländischem Hochlandguide bekommen und sie zeigt sehr gut, wie man eine Furt anfahren soll.
Ich habe mal zum besseren Verständnis ein paar Erklärungen
in Rot angefügt.
Da die größeren Fahrzeuge generell, auf Grund ihres hohen Radstandes die Mitte des Flusses durchfahren, vertiefen sie diesen Bereich.
Das aufgewirbelte Material wird kurz mit dem Wasser mitgetragen und bildet eine Art Geröllbank.
Dieser Bereich ist für kleinere und mittlere Fahrzeuge immer der bessere Weg.
Dennoch sollten dies Furten nie ohne 4x4 durchfahren werden!



Inzwischen hat sich diese Situation auch verändert.
Die Furt existiert zwar noch, aber davor hat man einen
Wall aufgeschoben und den Durchlauf verrohrt.
Somit kann man auch auf festem Untergrund den Fluss
überqueren.



Weiter geht es.
An einigen Stellen ist die Asche sehr hoch und das Fahren wird sehr schwammig.



Kurze Zeit später kommen uns schwere LKW`s entgegen.
Sie sind beladen mit großen Basaltbrocken.
An diesem Engpass warten wir, bis sie durchgefahren sind.



Diese rege Bautätigkeit hat etwas mit dem letzten Gletscherlauf zu tun.
Die Bestätigung erhalten wir später.

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Hatten wir nicht eben noch dramatische Bilder vom Aschesturm?
Was für ein Wetterglück!



Jetzt plötzlich taucht alles in einem ganz anderem Licht auf.





Jetzt sehen wir auch das 651 m hohe Einhyrningur (Einhorn).



Über Þórsmörk beginnt es aber schon wieder zu regnen.



Wir sind vorgefahren, bis wir dem Gígjökull, dem Auslassgletscher des Eyjafjallajökull, im kalten Nebel erkennen können.
Von einem Bauleiter erfahren wir, dass die Baumaßnahmen dem Schutz vor neuen Gletscherläufen dienen sollen.

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Auf der rechten Seite gut zu sehen - die Gletscherspalte, aus der bei dem letzten Gletscherlauf die Wasser- und Eismassen ausgetreten sind. Der Bus verdeutlicht die Größenverhältnisse.



Wir beschließen, uns den Gletscher mal aus der Nähe anzusehen.
Es sind satte 32 km bis wir am
Seljalandsfoss angekommen sind.



Der Wasserfall interessiert uns jetzt mal nicht, denn wir müssen wieder Richtung Þórsmörk.
Die ersten Kilometer der 249 sind noch Straße, dann geht es über auf eine feste Schotterpiste..



Links von uns sehen wir den markanten Berg Stóra Dímon, der einsam in der sonst so flachen Ebene der Markarfljót zu stehen scheint.




Spätestens nach 13 Kilometer merkt man, dass man nun auf einer F249 unterwegs ist.


Es wird wellig und steiniger.

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Alle paar Meter müssen kleinere Gletscherflüsse gefurtet werden.
Manche Stellen sind einfach zugeschoben.



Die Piste führt direkt an den Hängen des Eyjafjallajökull entlang.



Dann taucht er auf, der Gigjökull.



Die Zufahrt zum Gletscher ist erreicht.

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Ein Schild warnt davor, sich in Mulden vor dem Gletscher aufzuhalten.



Der Gletscher in voller Pracht.



Wir sehen noch einem 4x4 beim Furten zu und fahren dann zum Gletscher.



Auf einer Aschepiste geht es weiter.



Der Bereich steht unter geologischer und seismischer Beobachtung.



Der Weg geht jetzt über auf eine Geröllfläche und um weiter zu kommen,
muss man durch den Gletscherfluss furten. Das machen wir nicht.
Wir lassen das Auto stehen und gehen zu Fuß entlang des rechten Geröllhanges weiter nach vorn.
Es hat jetzt zu regnen angefangen.



Jetzt regnet es Bindfäden und ich muss sehen, dass ich einigermaßen tropfenfreie Bilder bekomme.



Genau an dieser Stelle trat am 14. April 2010 das Wasser vom Gletscherlauf des Eyjafjallajökull aus.



Vor ein paar Tagen standen wir noch 1600 m höher oben auf dem Gletscher.



Leider wurde der Regen so stark, dass an vernünftige Bilder nicht zu denken war.
Eine 195 km lange Tour geht zu Ende und wer Live auf den Gletscher sehen möchte, kann es hier tun: Klick



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