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Askja-Víti-Drekagil


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Wanderung zum Víti Krater
2,5 km




Es ist der zweite Versuch, zum Öskjuvatan, bzw. zum Víti Krater der Askja zu kommen.
Scheiterte der erste Versuch noch an den Schneeverhältnissen, sind die Bedingungen
heute am 20.07 2017, bis auf den orkanartigen Wind, recht gut.
Die Wanderung beginnt am oberen Parkplatz und führt auch heute wieder anfangs zu einem Restschnee-Feld.



lt. Wetterbericht heute Morgen, sollte hier die Sonne scheinen.
Nun gut, davon ist noch nichts zu sehen.
Dennoch kein Vergleich zum ersten Versuch. Wir haben uns nicht auf die Prognose
verlassen und sind bestens ausgerüstet. Feste Wanderschuhe und wetterfeste
Kleidung unabdingbar!
Blick auf den Parkplatz - im Hintergrund Herdubreið.



Es folgt ein kleiner Anstieg.
Oben angekommen, öffnet sich ein weiter Blick über die riesige Kaldera der Askja.
Im Hintergrund die bis zu 1500 m hohen Berge der Þorvaldstindur.





Die gelben Stangen markieren den Wanderweg.
Ein Blick zurück.



Eine Schautafel direkt am Weg.



Der Weg führt gerade über die Hochebene auf 1100 m Höhe.





Etwa auf der Hälfte des Weges, muss man dieses Schneefeld überwinden.
Auch im Juli normal.



Von Weitem konnten wir beobachten, wie die vor uns laufende Gruppe versucht hat, heil über die Fläche zu kommen.
Jetzt wissen wir warum. Der Schnee ist weich, nass und tief!



Ganz vorsichtig betreten wir das Schneefeld, aber es bleibt nicht aus.
Zweimal versinkt der Schuh komplett und schöpft dabei kräftig Wasser.
Aber was soll`s - da müssen wir jetzt durch.



Mit nassem Innenleben im Schuh ist das Laufen nicht so richtig schön.
Umdrehen geht nicht mehr-dafür sind wir schon zu weit.
Wir blicken noch einmal auf das Schneefeld zurück.



Das Wasser im Schuh ist nicht das Schlimmste. Schlimmer ist der orkanartige Wind,
der uns mit kleinen aufgewirbelten Steinchen, die sich wie Nadelstiche im Gesicht
anfühlen, am Weiterkommen hindert.





Bald geschafft!
Hinter diesem kleineren Anstieg müsste doch der Krater zu sehen sein.



Eine unsichtbare Kraft lässt uns den Berg hinauf fliegen.
Und dann... Endlich! Der Víti-Krater und dem Öskjuvatn liegen vor uns!





Und pünktlich, mit unserer Ankunft, lockert auch der Himmel auf.



Hier oben auf dem Kraterrand trifft einen die volle Breitseite des Windes.
Bilder mit der Kamera zu machen, ist schon fast unmöglich.
Mit dem orkanartigem Wind werden auch kleine Bimssteine mit
aufgewirbeld, die wie Geschosse auf die Linse treffen.
Direkt vor uns führt ein steiler Weg nach unten.



Der Blick vom Kraterrand auf den Wanderweg.



Der Abstieg geht schnell.



Ein besonderes Erlebnis - baden im warmen Wasser.



Blick auf die linke Seite vom Kraterrand.



Wir laufen auf dem Rand entlang.







Vom Víti Krater führt ein schmaler Pfad an das Ufer vom Öskjuvatn.



Bedingt durch den Einbruch der Magmakammer entstand diese Kaldera und mit ihr,
der mit 224 m gemessene, tiefste See Islands.



Wir steigen wieder auf den Kraterrand vom Víti.



Der Versuch, den Krater einmal zu umrunden, scheitert.
Am südwestlichsten Teil ist der Weg gesperrt.



Aber von hier hat man einen schönen Rundumblick.
... einmal zum Südost-Ufer des Öskjuvatn ...



... auf die farbenprächtigen Flanken des Víti Kraters ...



... auf die Ostseite ...



... oder noch einmal hinüber auf das Südufer vom Öskjuvatn.



Nun wollen wir zum Kratersee hinunter steigen.
Wir gehen zurück zur Ostseite des Kraters.

Ein kleines Rinnsal wurde vorsorglich abgesperrt.



Ein Stück weiter, kurz vor dem steilen Hang, befindet sich der Weg nach unten.
Man muss schon sehr vorsichtig sein, damit man auf der glatten Fläche nicht ins Rutschen kommt.



Geschafft!
Hier ist es fast windstill und die Luft fühlt sich warm an.



Beeindruckend das Farbenspiel der Kraterwände.



Das der Krater noch aktiv ist, zeigt eine kleine Sprinquelle am Ufer.





Der See ist ca. 8 Meter tief und hat eine Temperatur von durchschnittlich 24°C.



Wir lassen uns Zeit. Baden interessiert uns nicht.
Lieber versinken wir in Gedanken und wir versuchen uns vorzustellen,
wie es denn gewesen sein musste, als aus diesem Krater 1875 geschätzte
2,5 Milliarden Kubikmeter Bimsstein und Asche geschleudert wurden.

Dann kommt der Aufstieg.
Er gestaltet sich noch etwas schwieriger, als der Abstieg.



Die mittlere Rinne als Aufstiegsweg zu benutzen, war nicht so gut.



Zum Schluss noch einmal einen Blick über die Krater.



Und dann machen wir uns auf den Rückweg.



Zurück an den Hütten entschließen wir uns, der Drachenschlucht (Drekagil) noch einen Besuch abzustatten.




Direkt hinter den Hütten befindet sich der Eingang zur Schlucht.



Um zur Schlucht zu kommen, muss man zuerst einen kleinen Flusslauf überqueren.
Wir suchen uns eine passende Stelle mit gut gelegenen Steinen.





Auf dem mittleren Schotterbett geht es vor, bis man erneut auf die rechte Seite gelangt.





Ein bißchen Klettern über größere Felsen ist angesagt.



Neben uns ragen steil die Felswände nach oben.



Weiter geht es rechts am Bimssteinhang entlang.





Über uns entdecken wir einige "Figuren", die eventuell für den Namen "Teufelsschlucht" verantwortlich sind.



An diesem Felsvorsprung endet der Weg.
Um weiter vor, bis an den Wasserfall zu kommen, müssten
wir durch den Fluss.
Heute aber schon genug Wasser im Schuh gehabt. Wir kehren um.