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Fimmvöršuháls - Magni & Móši


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15. Juli 2015
Geplant war eigentlich eine Tour zum Berg Krakatindur und weiter nach Hrafntinnusker.
Doch es liegt noch immer so viel Schnee im Hochland, dass wir umplanen müssen.
Unser Guide Reynir brachte es auf die Idee, den vielen Schnee anders zu nutzen und
erneut einen Versuch zu starten, zum Fimmvörðuháls zu gelangen.
Zwei Versuche haben wir schon gestartet.
Der 1. Versuch war im
Februar 2013.
Ein zweiter
Versuch dann ein Jahr später im Februar 2014.
Beide Touren scheiterten entweder am schlechten Wetter
oder an den Schneeverhältnissen.
Wir lassen uns darauf ein.
Wenn der Schnee unsere Tour nach Hrafntinnusker verhindert,
vielleicht hilft er uns heute auf dem Weg zu Magni und Móði.
Der Blick aus dem Fenster zur Hekla besagt-das Wetter passt!



Auf geht es zum Skógafoss.
Hier haben wir uns mit einem zweiten Fahrzeug verabredet.
Dann geht es erneut auf den Hof Skóga.
Nur wer den Schlüssel vom Gatter besitzt, der darf hier durch.



Hinter dem Gatter steigt die Strecke gleich stark an.



In den ersten Metern des Aufstieges hat man solch ein Panorama
Richtung Skógafoss.



Und weiter geht es bergauf.



Die Ringstraße mit der Zufahrt zum Hof.



Das erste steile Stück ist geschafft.
Wir sehen nun das erste mal auch den Eyjafjallajökull.



Von hier oben ist der Blick bis zum Kap Dyrhólaey möglich.



Wir sind noch nicht sehr hoch.
Das zeigen auch die moosüberdeckten Flächen.



Mit etwas Skepsis schauen wir immer wieder zum Himmel.
Einige dunkle Wolken schieben sich über uns.
Jedoch ist der Gipfel vom Eyjfjalla immer noch frei.
Wir sind sehr gespannt und machen die ersten Späßchen darüber,
dass auch der 3. Versuch am Wetter scheitern kann.



Aber Reynir bleibt optimistisch und beteuert immer wieder,
dass es dieses mal klappt!
Da sind wir nicht so sicher, wenn wir den Horizont betrachten.



Draußen auf dem Meer, das zeigt der Blick hinüber zu den Westmännern,
strahlt die Sonne.



An einem kleinen Tal machen wir halt.
Hier sieht man den Selvaðsfoss.



Wir befinden uns auf 440 m Höhe.
Vor uns liegt die Skógaheiði und im Hintergrund der Schnee.



Jetzt wird der Optimismus von unserem Guide Reynir aber arg
auf die Probe gestellt.
Über dem Eyjafjalla ziehen Wolken und verdecken den Gipfel.
Bloß nicht wieder kurz vor dem Ziel umkehren müssen!




Auf 600 m Höhe erreichen wir die Brücke über die Skógá.
Diese Brücke ist für die Wanderer gedacht.



Wir müssen die Skógár durchfahren.



Links von uns die Fußgängerbrücke.



Für die Jeeps kein Problem.
Dennoch führt die Skóga reichlich Wasser.
Das zeigt ein Foto vom Rückweg.



Ab hier geht es nur noch über Schotterpisten.



Wir folgen der ausgesteckten Piste.
Recht von uns verläuft das Flussbett der Skóga.
An einer Stelle hat sie einen richtigen Canyon gegraben.
Hier lohnt es sich anzuhalten.



Es ist Mitte Juli und es liegt noch so viel Schnee.



Auch auf unserer Strecke beginnen die ersten Schneefelder.





Dann verschwinden die letzten Abschnitte mit Geröll.
Nun geht es nur noch auf Schnee weiter.



Hinter uns der Blick zum Meer.



Inzwischen haben wir eine Höhe von 950 m erreicht.
Bis zum Ziel sind es noch 4,5 km.
Im Bild rechts, kaum zu erkennen, das andere Auto.



Rechts auf der Beifahrerseite.



Anfänglich sah es noch sehr gut aus. Die Reifen hatten guten
Kontakt zum Schnee und der Jeep kam gut voran.



Bei traumhaften Bedingungen wurde es immer langsamer und langsamer.
Dann drehten die Räder nur noch durch.



Wir verfolgten aufmerksam die Versuche unseres Begleitfahrzeuges, sich
ein Stück zurückrollen zu lassen, um dann wieder anzufahren.
Da lohnte sich wieder einmal ein Blick zurück Richtung Küste.



Jetzt wir. Mal sehen, wie unserer Nissan vorankommt.
Gaaanz langsam, mit einer Geschwindigkeit von 0,6 km/h,
arbeiten sich die Reifen durch den Schnee. Aber, es geht voran!
Währenddessen versucht unser Begleiter alles, um wieder
in Fahrt zu kommen.



Nach 25 Minuten war es geschafft!
Wir haben den 350 m langen Anstieg geschafft.
Das zweite Fahrzeug versuchte vergebens voran zu kommen.
Jetzt griff er zu drastischen Maßnahmen und ließ seine
"Besatzung" zu Fuß den Berg erklimmen.



Auch wir stiegen aus, denn Reynir wendete und brachte
das Auto in eine sichere Position.
Per Funk haben sich beide verständigt, die Seilwinde unseres
Autos ainzusetzen. Dafür musste aber das andere Auto noch
ein Stück nach oben kommen.





Der Reifendruck war schon drastisch reduziert.



Reynir stand in Position.



Über der Küste befand sich ein tiefes Wolkenband.
Blickt man nach südosten, konnte man sogar bis zum Kap Dyrhólaey sehen.
Und beim genaueren Hinschauen, sogar das Flugzeuwrack.



Das andere Auto kämpfte unentwegt gegen den Schnee.
Einen Meter vor - einen halben zurück.

Er musste nur in Reichweite des Seils von der Winde kommen.



Viel fehlt nicht mehr.
Reynir schnappte sich das Seil und ging dem anderen Auto entgegen.





Am anderen Ende sein Kraftpaket.



Aber irgendwie scheint es nicht voranzugehen.



Plötzlich läßt sich das Auto weit zurückrollen.
Dann gibt er erneut Vollgas. Nur geht es nicht zu uns,
sondern quer zum Hang. Wo will er hin?
Hat er aufgegeben und was passiert mit seinen Fahrgästen?



Zurück bleibt unser Reynir, der das Seil wieder einsammelt.
Offentsichtlich ist dieser Plan verworfen.



Dann sehen wir, wie unser Begleiter die gleiche Spur zurückfahrt,
die wir gekommen sind.
Fährt er wirklich wieder ins Tal? Ist vielleicht irgendetwas defekt?



Reynir klärte uns dann auf.
Unser Freund sucht einfach einen anderen, nicht so steilen Weg.
Wir sind gespannt.





Ein Blick hinüber zum Eyjafjallajökull.





So vergehen 10 Minuten, bis wir aus der Ferne ein Motorengeräusch hören.
Und tatsächlich hat er es geschafft.
Das hätte er aber auch schon vor einer Stunde machen können.
Aber ein bißchen Spannung gehört dazu.



Auch die anderen Fahrgäste scheinen erleichtert zu sein.
Nun können wir die Fahrt fortsetzen.



Wir sind froh, dass es weiter geht.
In der letzten Stunde hatten wir vorwiegend strahlend blauen Himmel über uns.
Nun ziehen erneut tiefe Wolken hinweg.
Hoffentlich haben wir noch Glück!



Dann plötzlich, nach der nächsten Steigung, sehen wir endlich
die beiden jungen Vulkane!

Das GPS zeigt an, dass wir uns auf einer Höhe von 1100 m befinden.



Wir sind überglücklich es geschafft zu haben!
und sind vom Ausblick überwältigt!
Zuerst fällt uns Einhyrningur auf.





Auch der Gipfel des Eyjafjallajökul ist wolkenfrei.



Nun wollen wir aber endlich zu den beiden Vulkanen.
Wir nähern uns dem rötlich gefärbten Magni.


Móði dagegen hält sich in schlichtem braun/grau.





Ein wenig sehnsüchtig sehen wir zum Eyafjallajökull hinüber, denn
dort scheint in diesem Moment die Sonne.



Einige Wanderer, die den Wanderweg von Skógar nach Þórsmörk gehen,
befinden sich schon am Vulkan.



Das GPS zeigt eine Höhe von 1019 m.



Wir parken und sind überwältigt von der Aussicht zum Mýrdalsjökull.
Das GPS zeigt eine Höhe von 1019 m.



Das erste, was überprüft wird: Ist der Berg noch warm?
Vieles spricht optisch dafür, denn er ist nicht von Schnee bedeckt.
Also einmal die Hand aufgelegt und! - tatsächlich fühlt er sich
handwarm an.
Die Hitze des Vulkans ist also auch nach 5 Jahren noch vorhanden.



Direkt am Aufstieg zum Gipfel, befindet sich ein Hinweisschild.
Hier wird kurz die junge Geschichte der beiden Krater dargestellt.





Der 22 km lange Wanderweg Skógar/Þórsmörk quert hier den Vulkan.



Über die rote Schlacke führt ein Pfad nach oben.



Gerade einmal 5 Jahre altes Gestein.





Der Aufstieg auf den 82 m hohen Berg ist nicht sonderlich schwierig.



Auf halber Höhe sehen wir hinüber zum Tindfjallajökull



Oder hinüber zum Tungnakvíslarjökull.



Blick auf unseren Anfahrweg.



Leider fehlt in diesem Moment die Sonne, die jetzt die Farben
richtig zum Leuchten bringen würde.



Aber der Aufstieg lohnt sich!
Unter uns ein Aschekegel in der Goðahraun.



Am Horizont das Flusstal der Markarfljót.



Der Blick zum Nachbarvulkan Móði mit Wanderweg.



Helikopter über den Mýrdalsjökull.



Das Gebiet um Emstrur.


Unsere Autos.
Rechts der weiterführende Wanderweg nach Skógar.



Die Rückfahrt ist wesentlich einfacher.
Wir folgen unserer eigenen Spur.





Nach 4,5 h sind wir wieder im isländischen Sommer angekommen.



Eine wunderbare und spannende Tour geht zu ende.
Im dritten Anlauf haben wir es endlich geschafft!
Wir danken unserem Guide Reynir und seinen Fahrkünsten!

Die Tour von Skógar bis zum Vulkan ist 17 km lang.
Für diese Strecke haben wir 3:10 min gebraucht und einen Höhenunterschied
von 1092 m überwunden.