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Crossing Markarfjlót, Gigjökull & Žórsmörk Februar

Dieser Morgen beginnt traumhaft.
Wir blicken Richtung Langjökull.



Es ist der 13. Februar 2014.
Heute steht für uns eine ganz besondere Tour auf dem Plan.
Wir wollen in die Þórsmörk.
Aus der Luft kann man erkennen, dass es reichlich Schnee im Tal gibt.



Deutlich kann man das Flussbett der Krossá erkennen.



Die Tour in der Übersicht.

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Wir fahren gemeinsam nach Hvolsvöllur, einem kleinen Ort an der Ringstraße.
An der Tankstelle sind wir mit zwei anderen Autos verabredet.
Von hier aus biegen wir auf die Straße 261 ab und fahren Richtung F261 Emstruleið.
Wir sind etwas erstaunt, denn die Anfahrt führt normalerweise über die
Straße 249, dem Þórsmerkurvegur.
Die erste Überraschung! Wir fahren durch die Markarfljót!
Das ist wirklich eine Überraschung! Jetzt erklärt sich auch, warum wir mit
3 Fahrzeugen unterwegs sind.
Jetzt sind wir natürlich sehr gespannt! Damit hatten wir nicht gerechnet.
Wir sehen den Eyjafjallajökull auf der gegenüberliegenden Seite.



Zuerst geht es auf der Straße 261 bis zum Abzweig F261 vor.



Bevor es weiter geht, wird der Luftdruck der Reifen reduziert.



Ein bißchen sorgenvoll sehen wir nach Þórsmörk.
Wolken zeigen sich und das stimmt nun so gar nicht mit dem
isländischen Wetterbericht überein. :)



Auch Richtung Küste verdichten sich die Wolken.



In der Zwischenzeit kommen die anderen Autos angefahren.



Aber freuen wir uns erst einmal auf diesen Abschnitt.
Los geht es auf der F261.



Die anderen Autos fahren voraus und lassen kein Wasserloch aus.



















Und die gibt es reichlich!



Gefolgt von einigen Schneefeldern.





Wir verlassen die F261 und biegen rechts weg.
Es geht direkt auf die Markarfljót zu.





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Langsam geht es am Ufer entlang um eine gute Stelle zu Durchfahren zu finden.








Ziel ist eine kleine Geröllbank.


Da müssen wir durch!



Dann ging es richtig in den Fluss.







Jetzt waren wir dran.
Die Strömung war schon ordentlich!



Dann ging es weiter über die Schwemmebene.





Kurz vor dem Erreichen der F249, tauchen noch einmal viele kleine Flussläufe auf.



Es wechseln sich keinere Wälle und kleinere Flussarme ab.






Wir haben die Markarfjlót durchquert und befinden uns auf der F249.
Von hier aus geht es direkt zum Gígjökull.



Wir fahren den gleichen Weg, den wir auch schon im Sommer genommen
haben und stehen wieder vor der Furt.
Dieses mal fahren wir aber durch.







Dann mit Schwung!





Jetzt befinden wir uns nun auf der Fläche der Gígjökulslón Lónið,
einer ehemaligen Gletscherlagune, die mit dem letzten Gletscherlauf 2010 verschwunden ist.



Sommer 2013
Blick von gegenüber.



Wir durchfahren die ehemalige Gletscherlagune und queren dabei
kleinere Wasserläufe.





Dabei bleiben wir strikt auf der vorgefahrenen Spur.



Dann ist es fast geschafft.



Leider spielt uns das Wetter überhaupt nicht in die Hände.
Der Himmel so hell wie der Schnee.
Immerhin - ein wenig blaues Eis kann man erkennen.





Vor uns taucht eine imposante Gletscherhöhle auf.



Und spätestens jetzt begreift man die Dimensionen!



Aus der Luft sieht man, wo wir uns unterhalb des
Eyjafjallajökull befinden.



Dann stehen wir an der Gletscherzunge vom Gígjökull.





An was für einen Ort man steht wird einem erst richtig bewusst,
wenn man sich die Bilder vom April 2010 ansieht.

Bitte diese Adresse in den Browser kopieren.



http://www.youtube.com/watch?v=fJII-u-41Lg



Wir aber stehen vor einem friedlichen großen blauen Koloss.



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Und über unseren Köpfen entdecken wir ein Felsloch.



Als erstes entdecken wir einen kleinen Eis-Troll!
Und wer steckt da links neben ihm unter dem Kopftuch?



Während die anderen Mitreisenden versuchen, unbedingt ein Luftsprungfoto
vor der Höhle auf ihr Handy zu bekommen und sich dabei laustark gegenseitig
filmen, gehen wir auf Entdeckungsreise im Eis.



Man könnte ein Gesicht erkennen.



Aus der Eishöhle fließt Schmelzwasser.



Dem Eis ins Innere geschaut und mit ein wenig Phantasie eine
Hundeschnauze entdeckt!



Nicht auszudenken, wenn jetzt noch strahlend blauer Himmel zu sehen wäre.





Staunend steht man vor den Eismassen.
Ein eiskalter Luftzug kommt vom Gletscher herunter.



Vor dem Betreten warnt ein Schild.
Unsere Guides erzählen uns auch, dass es noch möglich ist, dass giftige
Gase in der Höhle sind. Also nicht betreten!



Dann ging es plötzlich ganz schnell und die anderen Autos waren weg.
Jetzt hatten wir den Gletscher für uns allein.



Interessant ist nicht nur der Gletscher selber, sondern auch die riesige
Felsspalte rechts daneben.
Aus dieser Spalte drangen während des Gletscherlaufes Unmengen an Wasser
und Eis.



Um dort hinzukommen, muss man lediglich einen kleinen Hang herauffahren.



Dann steht man vor dieser großen Felsspalte, die man aus den Fernsehberichten
kennt.



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Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick hinüber zur Markarfjlót.





Weiter geht es.
Wir fahren erneut über die Fläche des ehemaligen Gletschsees Lónið.



Unterwegs fallen uns diese runden Wasserlöcher auf.
Es sind Toteislöcher, sogenannte Sölle.
Sie entstehen, wenn große Eisblöcke im Sediment eines sich zurückziehenden
Gletschers zurückbleiben und anschließend sehr langsam auftauen.





Weiter geht es Richtung F249.



Noch eine kleine Furt und wir fahren den Hang hinauf, auf dem wir im Sommer gestanden haben.



Vorbei an der Stelle, an der wir unser Auto im Sommer abgestellt hatten.
Vor uns das Flussbett der Markarfjlót.



Wir blicken noch einmal zurück auf den Gigjökull.



Im Vergleich zum Sommer 2013



Hier sieht man auch die Spalte genauer, aus der kurz vor dem Ausbruch
des Eyjafjallajökull im April 2010, enorme Mengen an Schmelzwasser
ausgetreten sind. Seit dem ist der See Lónð verschwunden.



Wir befinden uns wieder auf der F249.
Im Hintergrund der Einhyrningur.



Dann die erste Furt durch die Steinholtsá.



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Kurz danach der Hinweis auf das Camp von Húsadalur.



Um dort hinzugelangen, muss man die Króssa durchfahren.

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Nicht weit vom Schild entfernt befindet sich der Eingang zu Stakkholtsgjá.
Eine wunderschöne Schlucht, an deren Ende ein Wasserfall zu sehen ist.



Der Blick zurück über die Krossá.



Der Weg in den Canyon ist steinig und mit Schnee überdeckt.



Wir gehen vorsichtig auf den glatten, sehr rutschigen Steinen und finden dabei
lustige Eisformen.



Steile Felswände ragen links und recht empor und nach ein paar Metern,
schauen wir mal zurück.



Wir laufen immer am Flussbett entlang und beim nächsten Rückblick erkennen wir
wieder einen Troll.



Ein ziemlich grimmig `dreinblickender Geselle, der den Canyon bewacht.



Eigentlich sind es zwei Trolle, die hier zu sehen sind.



Aber solch ein Ort braucht mindestens einen Troll.
Ganz still ist es hier. Nur das Wasser gluckert ab und zu.



Dann eine große Felsspalte auf der rechten Seite.



Leider nichts allzu spannendes zu sehen.



Es geht weiter auf dem Geröll.
Im Hintergrund ist das Ende der Schlucht schon zu erkennen.



Es gibt eine Menge vieler kleiner Motive zu entdecken.





Darunter auch Spuren vom Polarfuchs.



Und! ... noch einen Troll, der uns ein wenig an einen Außerirdischen erinnert.



Es geht nur langsam voran.
Die runden Steine sind sehr rutschig und wir müssen noch mehrfach den kleinen Fluss
queren.
Und wir wollen auch noch weiter!
Nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns, den Wasserfall später noch einmal zu
besuchen.



Am Eingang wieder angekommen, machen wir noch eine kleine Pause.
Bei den vielen Eindrücken haben wir glatt das Essen vergessen.
Das holen wir jetzt nach.



Anschließend geht es weiter Richtung Þórsmörk mit der Furt durch den
kleinen Fluss vom Canyon.


Dann endlich, nachdem wir schon fest davon ausgegangen sind, dass sich das
Wetter nicht bessert, der Lichtblick!



Vor uns taucht ein sehr auffälliger Felsen auf.
Wir erfahren, dass es ein Elfenhügel sei - die Álfakirkja.





Kurz danach durchfahren wir die Hvanná.



Weit kann es nicht mehr sein.



Dann ein nächstes Hinweisschild.


Hier zweigt der Weg zur Hütte Skagfjörðsskáli ab.
Er führt direkt durch die Krossá.
Wir fahren weiter nach Básar.



Hinter der nächsten Kurve werden wir fast geblendet!
Über dem Mýrdalsjökull wird es immer heller.



Immer wieder gibt es kleine Flüsse zu durchfahren.





Wir haben Básar erreicht.





Noch einmal wartet eine etwas größere Furt auf uns.



Und eine kleinere.



Dann noch die letzten Meter.



Wir sind am Zeltplatz Básar angekommen.



Ein Überblick von oben.





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Alles hier ist im Winterschlaf.



Und auch hier halten wir Ausschau nach Trollen.
Könnte das nicht großer Greifvogel sein?
Wir sind und jedenfalls sicher. :)





Auch wenn in dieser Jahreszeit die schwarz-weiß Farben dominieren, ist es
ein tolles Erlebnis hierher zu fahren.
Wir waren jedenfalls sehr beeindruckt.
Mit einem Blick auf den Eyjafjallajökull mit blauem Eis, treten wir den
Rückweg an.





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