Myvatn - Hverir - Krafla - Námaskarš


Stichwortverzeichnis:
Mývatn - Krafla - Hverir - Laxá - Dimmuborgir - Hverfell - Grjotagjá -
Hverir - Namafjall - Krafla - Leirhnjúkur -




Wir fahren auf die 845 und queren das Tal der Laxá auf der 853.
Nach einem Anstieg hat man einen wunderbaren Überblick.



Man kann bis zur Bucht von Húsavík sehen.



Wir kommen schließlich auf der 87, die direkt zum Mývatn führt.
Die 87 ist zum Teil asphaltiert, hat aber auch ein Teilstück mit einer festgefahrenen Schotterdecke.



Die Straße läßt sich dennoch sehr gut fahren.
Hauptsache der Gegenverkehr bremst beim Entgegenkommen auch ein wenig ab.
Diese Strecke ist besten für Steinschläge geeignet!



Der Mývatn ist erreicht.
Wir halten an einer Informationstafel und blicken über den See.



Nicht weit entfernt von hier, gibt es ein Vogelmuseum.
Wir haben so viele Vögel im Laufe der Zeit gesehen, dass es zur Klärung mancher Entdeckungen, einen Fachmann bedarf.
Man fährt von hier aus weiter die Ringstraße, also nördlich vom See.
Im Hintergrund sieht man den 529 m hohen Vindbelgjarfjall.



Nach 2,8 km sieht man das Schild auf der linken Straßenseite.
Oder auch nicht. :)



Die Vogelstation befindet sich auf der Halbinsel Neslandatangi.
Die Zufahrt ist nur 1 km lang.



Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn man sich nicht so für die Vogelwelt interessieren sollte.
Diese Ausstellung ist sehr umfangreich und nur zu empfehlen.
Zu den visuellen, kommen noch die akustischen Eindrücke.
Wer also wissen will, welcher Vogel es ist und man nur die Vogelstimme kennt, muss nur zuhören.
Die sehr freundlichen Jungs von der Station finden mit Sicherheit den dazu passenden Vogel!



Auf dem Plan steht nun ein Besuch des Lavafeldes Dimmuborgir.



Das Durchlaufen des Feldes lassen wir aus, denn es sind unglaublich viele Besucher vor Ort.



Die meisten scheinen der Verpflegung mehr Aufmerksamkeit zu widmen, als dem Lavafeld.
Das Kaffee ist bis auf den letzten Platz besetzt.
Das macht uns nun wahrlich keinen Spaß.
Ein kurzer Blick muss reichen. Vielleicht kommen wir später noch einmal vorbei.



Wir fahren weiter nach Reykjahlid.
Der kleine Ort ist ein Treffpunk vieler Islandreisenden.
Das bekannte Kuh-Kaffee lassen wir links liegen.



Wie immer ist die Tankstelle gut besucht.
Sie ist der eigentliche Mittelpunkt des Ortes.
Hier erhält man alle notwendigen Informationen, kauft Proviant ein oder informiert sich am Infocenter.
Wir erkundigen uns nach den Hochlandstraßen und erfahren, dass die meisten noch ganz oder teilweise gesperrt sind.



In der Tankstelle besorgen wir uns erst einmal ein paar Langloka (Sandwiches)
Keine Ahnung, wie viel wir von diesen Teilen verdrückt haben, aber sie waren ab sofort unsere praktischen Reisebegleiter.

Ganz in der Nähe befindet sich der Hverfell - ein vor ca. 2500 Jahren entstandener Explosionskrater.
Die 1 führt ein Stück Richtung Süden. Nach ca. 2 km, zweigt eine Zufahrt Richtung Vulkankegel ab.

Der Vulkan ist begehbar. Der Weg führt direkt zum Gipfel.
Wir schnappen unsere Fotoausrüstung und beginnen mit dem Aufstieg.



Der Aufstieg ist geschafft und wir schauen in den Vulkankrater.
Wir sind überwältigt!
Da liegt so ein schlafender Vulkan und wir stehen am Krater.
Man bekommt so langsam ein Gefühl für die Dimensionen.



Man kann den Krater komplett umrunden.
Das wollen wir aber nicht und steigen bis zum höchsten Punkt.
Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf das gesamte Vulkangebiet.
Ich stelle mein Stativ auf, montiere die Kamera und klicke bestimmt 100 mal auf den Auslöser.

Der Blick geht nach Südosten in Richtung Solfatorengebiet von Námaskarð.
Links das Naturbad Jarðböðin




Im Westen liegt der Mývatn .




Die Ringstraße.




Der Blick reicht weit in das Hochland hinein.



Man hätte noch stundenlang hier stehen können, aber wir wollen ja weiter.
Der Abstieg ist fast schwerer als der Aufstieg.
Die lose Asche bietet keinen richtigen Halt.



Es geht zurück auf die 1 und ein Stück nach Norden.
Unterhalb der Tankstelle biegt die 1 in Richtung Osten ab.
Es ist nicht weit bis zum nächsten Foto-Stopp.
Ein Erdwärmekraftwerk kündigt es lautstark an - wir nähern uns dem aktiven Vulkanismus.
Wir sehen auf der linken Seite einen leuchtend türkisfarbenen See.


Auch wenn es sehr verlockend ist, hier ist das Baden verboten!



Es ist ein Abwassersee vom nahegelegenen Kraftwerk.
Algen und ausgewaschene Mineralien, färben den See türkis.




Gleich nebenan liegt noch ein Rohr, aus dem ab und zu sehr heißes Wasser fleißt.


Da muss wohl schon mal ordentlich Druck drauf gewesen sein.



Vermutlich kommt dieses heiße Wasser vom Kraftwerk im Hintergrund.
Das werden wir uns mal genauer ansehen.



Ein kleiner Weg führt zum Kraftwerk.



Das Fauchen wird immer stärker und man spürt, welche Energie dahinter steckt.
Der ganze Boden vibriert.
Über Rohrleitungen wir die Wärme weitergeleitet.


Die ganze Gegend ist ein Spiel der Farben.
Überall hat sich Schwefel abgelegt.



Schwefelablagerungen





Zwischendrin immer mal wieder ein netter Farbtupfer
der anderen Art.



Anschließend geht es zu Grjotagjá, einer Warmwasserhöhle.
Sie liegt unweit vom Myvatn und ist über die 860 erreichbar.
Auf dem Weg dorthin gibt es kleinere Spalten in der Erde, aus denen Wasserdampf dringt.
Eine sehe ich mir genauer an und messe die Temperatur - Finger verbrannt!



Es ist sehr warm - das Wasser hat gefühlte 50° C.



Ein Blick aus dem Eingang.



Oberhalb der Spalte zeigt sich ein langezogener Riß.



Zurück auf die 1.

Es geht wieder an dem türkisfarbenen See vorbei, um danach gleich wieder rechts abzubiegen.
Wir entdecken eine Zufahrt, die ebenfalls zu einem Krachmacher führt und wo das leckere isländische Vulkanbrot gebacken wird.



Eine stillgelegte Bohrung.
Trotz diesem höllischen Lärm, hat dieser Ort etwas magisches.
Wir sind allein und gehen auf Untersuchungstour.



Aus einem geöffneten Ventil strömt mit einer gewaltigen Lautstärke Wasserdampf.
In den Rohren scheint noch ein gewaltiger Druck zu herrschen.



Die teils stark verrosteten Generatortürme zeigen, dass sie schon bessere Tage erlebt haben.



Man kann sehen, wie aggressiv die Schwefelverbindungen sein müssen.



Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, was denn wohl in diesen Kugeln steckt.




Jetzt weiß ich es!




Einmal muss ich es tun - ich stelle mich in die Rauchschwaden und lasse mich mal richtig "durchlüften".
Der Geruch von Schwefel hüllt mich ein und irgendwie rieche ich es gerne.



Genug gepustet - es geht weiter zum Solfatarengebiet von Hverir.
Kurz nach einer Steigung, sieht man schon den großen Parkplatz.



Das Wetter ist schön und eigentlich ist klar, dass sich heute viele Besucher eingefunden haben.
Immer mehr Busse und Autos treffen ein.



An einer Schautafel bekommt man einen Überblick über die Geologie des Gebietes erklärt.




Trotz der vielen Menschen hört man es blubbern, zischen und fauchen.
Was uns am meisten erstaunt ist die Tatsache, dass viele Menschen keinerlei Notiz von dem vulkanischen Geschehen nehmen.
Anscheinend ist es nur ein Zwischenstop auf einer Rundreise und Island ist, auf Grund der Finanzkrise, jetzt mal `dran.
Wir gehen jedenfalls mit offenen Augen durch das Gebiet und lassen die Bilder und Geräusche auf uns wirken.














.





Der Namafjall zeigt sich in all seiner Farbenpracht.
Es überwiegt das leichte Rot von den Eisenoxiden, dazu kommt das Gelb vom Schwefel, gemischt mit dem Weiß der Kieselsäuren.
Überall hat der Vulkanismus seine Farben ins Spiel gebracht.





Leider sieht man auch hier die Unvernunft mancher Menschen.
Diese Spuren belegen es.






Mineralische Ablagerungen haben diese Fläche in ein unwirkliches Blau gefärbt.



Ein schmaler Weg führt auf den Namafjall.
Steigt man vom Süden ein, ist der Pfad zum Teil sehr steil.
Vom Norden her kann man den Berg ebenfalls besteigen.
Dieser Weg, der ein Stück entlang der Straße führt, ist die bessere Variante, wenn man sich etwas unsicher ist.
Wir nehmen den steilen Weg.




Ziemlich anstrengend der Aufstieg - aber oben angekommen,
hat man einen fantastischen Ausblick!





Die Wege sind markiert und es gibt viele kleine heiße Hotspots.





Es gibt eine Art zweite Gipfelspitze - wir schauen zurück.







Die gegenüberliegende Seite Richtung Myvatn zeigt sich ebenfalls sehr farbenprächtig.





Umso erstaunter sind wir, als wir plötzlich einen Parkplatz auf dem Gipfel entdecken.
Sicherlich ist die Strecke nicht für jeden befahrbar.



Der Weg führt auf den Kamm weiter nach Norden.
Man kann wieder die Ringstraße und die Zufahrt vom Myvatn-Gebiet sehen.



Der Grat ist einfach zu begehen und stellt keine besonderen Anforderungen an den Wanderer.



Ein langer Bogen mit seichtem Gefälle, bringt uns wieder zum Ausgangspunkt.



Ab ins Auto und nachdem wir wieder auf der Ringstraße sind, biegen wir gleich wieder links ab, auf die Zufahrt zum Krafla-Krater.
Wir fahren die 883.

In der Ferne tauchen Rauchschwaden auf, die zum Kraftwerk gehören.



Im Kraftwerk gibt es ein Besucherzentrum.
Wir fahren auf das Gelände.



Vorbei an den Kühltürmen.



Auf den Parkplatz direkt neben den Isolatoren.



Im Besucherzentrum werden wir sehr freundlich von einem Schüler empfangen, der uns im perfekten Englisch anbietet,
erst einmal einen Film über die Bau des Kraftwerkes und den damaligen geologischen Schwierigkeiten anzusehen.
Wir nehmen dankend an.



Anschließend betreten wir den Generatorraum.
Es ist sehr laut und wir staunen, dass diese beiden Generatoren alles sein sollen, was in der Halle steht.



Nach dem Rungang fahren wir weiter in Richtung Norden.





Durch die Rohrleitungsbrücke hindurch.





An einem Aussichtspunkt, den man im vorherigen Bild oben rechts erkennen kann,
bekommt man einen guten Überblick über das Gelände,
welches zu den stärksten vulkanisch aktivsten Gebieten in Island zählt.



Zahlreiche Rohrleitungen durchziehen die Landschaft.


Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Krater.
Am Fuß des Kraters ist man dabei, neue Bohrungen zu setzen.



Wir haben den Krater erreicht.
Das Auto stellen wir auf den Parkplatz ab und machen uns wanderfertig.

Diese Aufnahme ist vom Kraterrand.
Im Hintergrund sieht man die Lava vom Leirhnjúkur.


Man sollte sich die Zeit nehmen und den Krater umrunden.
Lediglich der Wind hat stark zugelegt.
Der Kratersee hat einen Durchmesser von 320 m und ist 33 m tief.
Sein Wasser leuchtet türkisgrün. An den Kraterflanken gibt es noch Reste von Altschnee.



Man kann es sich aussuchen, in welche Richtung man den Krater umrunden will.
Wir nehmen den linken Weg, der gleich zum Kraterrand aufsteigt.



Der Wind ist so stark geworden, dass wir ganz schon aufpassen müssen, nicht abzurutschen.



Oben angekommen zeigt sich das Bild, was man in dem ganzen Gebiet wiedertrifft - die Spuren vom aktiven Kraftwerksbetrieb.



Es geht wieder leicht bergab uns befinden uns in einer Senke.
Schmelzwasser sorgt dafür, dass es hier ein wenig grünt.



Wir folgen einem kleinen Pfad und kommen in ein vulkanisch sehr aktives Gebiet.
Salfataren blubbern und zischen.
Es ist teilweise sehr farbenprächtig.











Wie weit wird dieser Tuff-Brocken wohl geflogen sein?



Ein letzter Blick vom Kraterrand und dann machen wir uns an den Abstieg.
Der Wind hat sich noch ein wenig verstärkt und die Temperatur hat jetzt gefühlte Minus 3°C.
Wir fahren zu unserem Haus zurück.



Gibt es Trolle in Island? Keine Frage!
Hier ist übrigens der Beweis!
Erst viel später, zu Hause bei der Sichtkontrolle der Bilder fiel mir eine Spalte auf, die ich durch Zufall fotografiert habe.
Da soll noch einmal jemand erzählen, es gäbe keine Trolle.
Das Foto ist nicht gestellt oder verändert worden!!



Es ist spät geworden.
Als wir das Heißgebiet von Hverir erreichen, machen wir noch einmal einen kurzen Halt.
Kaum eine Menschenseele hier, aber ein wundervolles Licht.























Natürlich müssen wir auch noch einmal zu unserem großen "Blupp"



... der immer wieder neue Figuren zeigt.


Und Trolle gibt es überall!
Auch ein freundlicher Troll - oder?
In Ordnung, wir geben es zu, in diesem Fall haben wir ein wenig gemogelt und einen Strich dazu gemalt.



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