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Skaftafell Wanderweg S1

Es ist der 11.Juli 2015 und es geht erneut nach Skaftafell.
Heute steht der Wanderweg S1 auf dem Programm.
Die Sonne versteckt sich hinter einem dicken Wolkenband.
Wir befinden uns auf der Brücke über die Skeiðarár inmitten des Skeiðarársandur.



Zur besseren Übersicht sehen wir uns eine Luftaufnahme an.



Auf der linken Seite befindet sich der Skeiðarárjökull.


Hinter der Brücke machen wir einen kurzen Halt am Denkmal der 1996 vom Gletscherlauf
des Grímsvötn zerstörten Brücke.

Hier ein Bild aus 2013.



Vor uns liegt das Panorama von Skaftafell.



Am überfüllten Skaftafell-Center angekommen, finden wir diesen Hinweis.
Betrifft uns nicht. S4 geht hinauf zum Krístínartindar, dem höchsten Punkt der Wanderung.



Dort oben liegt auf den Wegen noch zu viel Schnee.


Wir möchten heute den Weg S1 gehen.
Der S1 ist 3,7 km langer Rundweg und führt zur Gletscherzunge des Skaftafellsjökull.
Vom Parkplatz aus geht es über die Straße nach Osten.
Wir gehen den Weg in entgegengesetzter Uhrzeigerrichtung.




Die ersten paar Meter führen noch durch hüfthohe Gehölze.
Kurz danach verläuft der geschotterte Weg durch flaches, mit Moos und kleinen Büschen überzogenes Gelände.



Im Hintergrund sieht man schon den Gletscher.



Wir folgen dem kleinen steinigen Weg, der sich dem sanften hügeligen Gelände anpasst.
Vor uns sehen wir die Flanken des Hafrafell, dem Bergrücken zwischen dem Skaftafellsjökull
im Westen und dem Svinafellsjökull im Osten.



Kleine Mulden sind mit Holzstegen überbrückt.



Von der nächsten Anhöhe haben wir schon einen schönen Blick auf den Gletscher.



Nach 800 m finden wir im Boden eingelassene Stangen.
Sie markieren einen Weg hinüber zum nördlichen Wanderweg.



Auf unserer rechten Seite sehen wir einige mit Wasser gefüllte Senken.
Das sind Toteislöcher. Hier ist der ehemalige Eisschild ungleichmäßig geschmolzen
und hatte größere Eisbrocken zurückgelassen.

Dieses Eis war vom Geschiebematerial bedeckt, ist langsamer geschmolzen und bildete dann diese Senken.
Wir befinden uns auf der Endmoräne des Gletschers.



Vor uns der wohl steilste Hügel auf unserer Wanderung.



Oben angekommen hat man dann einen herrlichen Blick über den gesamten Gletscher.



Blick herunter zum nördlichen Wanderweg.





Im Hintergrund das Besucherzentrum.



Vor uns liegt der Gletscherrand mit dem Schmelzwassersee.



Viel weiter geht es nicht. Daher wechseln wir auch hinunter zum nördlichen Weg.





Wir sind am Ende des Zuweges angekommen.
Ein Schild weist auf mögliche Gefahren hin.





Dann geht es hinunter auf das Geröllfeld.



Wir stehen am Ende einer Endmoräne des Skaftafellsjökull und gehen jetzt
hinunter zum "jüngeren" Boden, ein Teil der Grundmoräne, die auch noch vor
nicht all zu langer Zeit noch mit Eis bedeckt war.



Unten muss man noch einen kleineren Wasserlauf überwinden.
Die Steine helfen dabei.



Jetzt stehen wir auf dem Niveau des Gletscherbodens.



Toteisloch





An diesem Streifen aus verschmutztem Eis kann man sehen, wie weit der Gletscher noch vor Kurzem gereicht hat.



Vor uns liegt die Gletscherfront.



Auf der rechten Seite schwimmen kleine Eisberge im Wasser.



Jetzt befinden wir uns unmittelbar an der Kante vom Schmelzwassersee.
Vom Gletscher weht ein kalter Hauch zu uns herunter.





Es fehlt die Sonne, die aus den Eisbrocken die Farbe entlocken könnte.



Das Eis ist mit sehr viel Asche aus vergangenen Vulkanausbrüchen durchsetzt.



Ganz am Ende des Gletschersees sehen wir dann auch noch ganz blaue Eisblöcke.
Die Personen zeigen an, wo wir vorhin gestanden haben.



Auch wenn es heute kein strahlender Sommertag ist, hat das Licht seinen Reiz.



Beim Beobachten der Eisberge versuchen wir, den Moment festzuhalten
Wir laufen auf der Asche vom Grimsvötn und vom Eyjafjallajökull und sind manchmal allein.



Andere stellen lieber sich in den Mittelpunkt.



Aber es dauert nicht sehr lange, bis wieder ettliche Touristen sich laustark bemerkbar machen.
Wir erkennen, dass es mit der Ruhe vorbei ist und verlassen den Gletscher.



Jetzt nehmen wir den direkten Weg.



Rechts von uns entdecken wir noch sehr schöne Basaltformationen.





Hier hat wahrscheinlich der Frost gearbeit.





Das ist der Blick zurück.



Wir können auch schon das Besucherzentrum sehen.





Dann haben wir es fast geschafft.



Inzwischen ist das Zentrum überfüllt. Man bekommt keinen Kaffee mehr und an den Toiletten stehen Schlangen.
Wir sehen zu, dass wir hier wegkommen.



Insgesamt ist diese Wanderung 5 km lang.
Dafür haben wir genau 1:45 Stunden gebraucht.

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